Mitten ins Herz der Region: Forschung trifft Handwerk

Ideen und Innovationen für Handwerksbetriebe beim „Verwertungs-Matching“ am 30. Oktober

Innovationen Veranstaltungsinformation Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)

Aachen. Jährlich werden in Deutschland etwa 200.000 Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs angemeldet. Auch an den Hochschulen der Region gibt es ständig neue Erfindungsmeldungen. Ihnen liegt oft jahrelange intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit viel Aufwand zugrunde.

Doch was passiert danach? Im besten Fall werden die Erfindungen verwertet, sorgen also beispielsweise in Unternehmen für bessere Abläufe oder innovative Produkte. Die innovativen Forschungsergebnisse, Produkte und Verfahren sind in der ganzen Welt gefragt. Die Produktlebenszyklen werden immer kürzer, und der Druck, neue Innovationen auf den Markt zu bringen, steigt.

Trotzdem landen immer wieder wertvolle Erfindungen in der Schublade, weil der Kontakt zu den Unternehmen oder Verwertungspartnern fehlt. Es muss auch nicht immer ein Siemens oder Bosch der Verwertungspartner werden, auch in unserer Region gibt es mittelständische Handwerksunternehmen, die sehr gut aufgestellt sind. Auch sie können sehr gute Verwertungspartner für die Erfindungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sein, denn, Märkte wandeln sich, rasante Entwicklung der Digitalisierung erfordert neue Produkte beziehungsweise neue Verfahren, bisherige Geschäftsmodelle werden teilweise obsolet, dafür tun sich ganz neue Chancen auf. Auch bereits gut aufgestellte Unternehmen sind immer auf der Suche nach neuen Innovationen.

Damit keine gute Erfindungsmeldung in der Schublade oder in der Datenbank liegen muss, und auch die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe aus der Region Aachen von diesen Ergebnissen profitieren können, beispielsweise für neue Produktideen oder Verfahrensinnovationen, werden beim „Verwertungs-Matching“ am Mittwoch, 30. Oktober, regionale Unternehmen sowie Forscher und Entwickler zusammengebracht.

Bei der Veranstaltung präsentieren die Forscher und Wissenschaftler persönlich ihre Erfindungen, die nicht nur Grundlagenforschungsergebnisse sind, sondern einen gewissen Reifegrad in Sachen Marktpotenzial aufweisen.  Im Vordergrund steht aber auch der Austausch; es sollen Kontakte geknüpft werden, aus denen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte oder die wirtschaftliche Verwertung der Erfindungen durch die Unternehmen entstehen.

Bereits 2018 fand eine Pilotveranstaltung des Verwertungs-Matchings in der Alten Mühle Bardenberg statt. Auf die Erfahrungen aus dem letzten Jahr möchten die Veranstalter, nämlich die AGIT und die IHK Aachen, nun aufbauen. In enger Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen, FH Aachen und Handwerkskammer Aachen sowie weiteren Multiplikatoren wie die Unternehmensnetzwerke, beispielsweise der Industriedialog Aachen, Forschungsnetzwerke wie PROTECA, und per Scouts werden brauchbare Erfindungsmeldungen seitens der Hochschulen und Forschungseinrichtungen identifiziert und passende Unternehmen angesprochen.  

Für die mittelständischen Unternehmen in unserer Region ist es eine gute Möglichkeit, sich über neueste Erfindungen direkt an der Quelle zu informieren, Kontakte herzustellen und im besten Fall diese Erfindungen in ihrem Unternehmen zu nutzen. Da die Erfindungen schutzrechtlich abgesichert sind, eignen sie sich grundsätzlich für eine wirtschaftliche Verwertung. Darüber hinaus können aus den Ideen und Kontakten auch neue gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte entstehen. In diesem Falle bieten die Veranstalter auch gerne Unterstützung an, zum Beispiel in der Akquise von Förderprogrammen, die solche gemeinsame F&E-Projekte finanziell fördern.

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