Hier geht's lang: Ansiedeln in Aachen und Umland steht hoch im Kurs, wie die aktuellen Zahlen unterstreichen.
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Neuer Rekord des Immobilienmarktes

Städteregion: Marke von 1,5 Milliarden Euro beim Umsatz geknackt

Bauwirtschaft

Aachen und Umland. Rekordumsatz auf dem Immobilienmarkt in der Städteregion Aachen 2017: Die gezahlten Kaufpreise stiegen auf den Höchstwert von 1,53 Milliarden Euro. Das bedeutet im zweiten Jahr nacheinander einen absoluten Rekord. 2016 waren schon 1,38 Milliarden Euro auf dem Immobilienmarkt der Städteregion umgesetzt worden. Der Umsatzanstieg fällt mit elf Prozent deutlich aus. Auch die Zahl der Kauffälle hat ein Rekordhoch erreicht: 2017 wechselten exakt 6.010 Einheiten (vom Baugrundstück bis hin zum Mehrfamilienhaus) den Besitzer. Damit liegt das Vertragsaufkommen um rund vier Prozent über dem Niveau des Vorjahres (5.771). Als Ursache für die erneuten Rekordzahlen vermutet der Gutachterausschuss für Grundstückswerte die durch das niedrige Zinsniveau bedingte Anlage in das so genannte „Betongold“.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Städteregion Aachen hat jetzt zudem unter Vorsitz von Diplom-Ingenieurin Irene Littek-Braun die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2018 beschlossen. Ein Bodenrichtwert ist der Durchschnittspreis, für den ein Quadratmeter (m²) Boden in einem eng umgrenzten Bereich den Besitzer wechselt. Die weitaus meisten Werte blieben dabei im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Einzig im Aachener Südviertel gab es einen Anstieg der Quadratmeterpreise um fünf bis zehn Prozent. Zudem stiegen die Preise für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordkreis um rund fünf Prozent an.

Dabei weist die Städteregion Aachen nach wie vor ein großes Gefälle bei den Werten für Wohnbaugrundstücke auf. In Monschau und Simmerath (30 bis 100 €/m²) liegen die Werte deutlich unter dem Durchschnitt der anderen Kommunen (restliche ehemalige Kreiskommunen sowie Randbereiche der Stadt Aachen (130 bis 310 €/m²). In der Stadt Aachen blieben die Bodenrichtwerte für individuellen Wohnungsbau weitgehend konstant. Jedoch stiegen sie im Südviertel auf neue Spitzenwerte an, die nunmehr zwischen 560 € und 670 € je m² liegen. Im Bereich Hörn und Laurensberg gab es nur eine leichte Steigerung auf Preise zwischen 330 €/m² und 480 €/m².

Am teuersten waren in den ehemaligen Kreiskommunen – wie schon in den Vorjahren – Baugrundstücke in Würselen und in Stolberg-Breinig. Wer in guter Wohnlage bauen wollte, musste 320 bis 340 € je Quadratmeter bezahlen, in mittlerer Lage immerhin noch 250 €. Die Werte für gute und mittlere Wohnlage in den anderen Kommunen: Eschweiler 205/170 €, Stolberg 240/170 €, Herzogenrath 250/180 €, Alsdorf 190/145 €, Roetgen 165/155 €, Baesweiler 170/150 €, Monschau 90/70 € und Simmerath 100/70 €. In Monschau-Rohren oder Simmerath-Erkensruhr müssen allerdings nur rund 30 bis 45 € pro Quadratmeter gezahlt werden.

Geschäftslagen teils fünfstellig
Dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte wurden auch Kaufpreise aus besonders reizvollen Gebieten in der Städteregion Aachen vorgelegt, die deutlich über den dort üblichen Preisen lagen. Diese Spitzenpreise spiegeln aber nicht das normale Marktverhalten wider.  

Die Bodenrichtwerte in den innerstädtischen Gebieten von Aachen mit gemischten Bauflächen sind ebenfalls um fünf bis zehn Prozent angestiegen und liegen nun zwischen 400 und 1.000 € je m². Im Frankenberger Viertel liegt dieser Wert derzeit beispielsweise bei 800 € je m².

Bei den Bodenrichtwerten für innerstädtische Geschäftslagen liegt der Spitzenwert mit 10.500 €/m² im Bereich der Adalbertstraße zwischen Kugelbrunnen und Peterstraße/Friedrich-Wilhelm-Platz, gefolgt von 7.100 €/m² im Bereich Holzgraben. Die Bodenrichtwerte für Gewerbegrundstücke blieben indes überwiegend stabil.
 
Darüber hinaus hat der Gutachterausschuss auch Bodenrichtwerte für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen beschlossen. In die Richtwertermittlung sind nur Flächen eingeflossen, die auch in Zukunft weiter landwirtschaftlich genutzt werden. Dabei liegen die Preise in Monschau und Simmerath zwischen 1 € und 1,20 €/m².

Im Süden der Stadt Aachen sowie in Stolberg und Roetgen betragen sie 2 € bis 3,50 € je m².  In Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath, den nördlichen Teilen von Eschweiler und Würselen sowie im Aachener Norden stiegen diese Bodenrichtwerte binnen Jahresfrist allerdings um rund fünf Prozent an. Dort betragen sie derzeit zwischen 4,50 und 6,30 €/m².

Info: Der Gutachterausschuss hat die Bodenrichtwerte für die gesamte Städteregion Aachen in einer digitalen Karte im Internet unter www.boris.nrw.de zusammengestellt. Dort gibt es auch Informationen über Grundstückswerte und den Immobilienmarkt für ganz Nordrhein-Westfalen. Alle Daten können auch unter www.staedteregion-aachen.de eingesehen werden.

Fragen zu einzelnen Bodenrichtwerten beantwortet die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Städteregion Aachen, Zollernstraße 10, 52070 Aachen, zu den Geschäftszeiten der Städteregionsverwaltung unter Tel.: +49 241 5198-2555.

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