Spannende Vorträge in der Schreinerei: Max und Eduard Brammertz referierten über moderne digitale Unternehmensführung und traditionelles Handwerk.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Elmar Brandt

Papier wird überflüssig

Max Brammertz setzt voll auf digitale Technik – Mitarbeiter werden in Veränderungsprozesse eingebunden

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Aachen. Sie brennen für ihr Unternehmen. Und sie nutzen die Kraft der Familie in ihrem Betrieb. Das sagen Eduard Brammertz und sein Sohn Max, das machen sie in ihren Vorträgen bei einer Veranstaltung des Marketing Club Aachen in ihrer Firma deutlich. „Handwerk meets Hightech“ – unter diesem Motto steht der Abend.

Max Brammertz hat ein großes Ziel: das papierlose Unternehmen. Sehr anschaulich zeigt der Gesellschafter und Geschäftsführer der 1912 gegründeten Brammertz Schreinerei in Aachen-Kornelimünster, wie er mithilfe eines Programms die Arbeitsabläufe digital bearbeiten und strukturieren kann. Max Brammertz, der sich aktuell zum Restaurator im Handwerk weiterbildet, nutzt die technischen Möglichkeiten, die sich ihm und seiner Schwester in vierter sowie seinen Eltern in dritter Generation des Familienbetriebs mit nunmehr 28 Mitarbeitern bieten.

Daten auf Knopfdruck
„Eine tolle Hilfe ist die Volltextsuche“, sagt Max Brammertz. Denn wenn er einen Kunden, einen Auftrag oder ein bestimmtes Gebäude sucht, braucht er in seinem Programm nur ein Stichwort einzugeben und schon erhält er alle hinterlegten Daten auf Knopfdruck. Die Arbeitsprozesse werden beschleunigt, alles ist überall verfügbar und nicht nur an einem Ort abgelegt. Darüber hinaus schätzt Max Brammertz aber auch die Möglichkeit, weiterhin mit dem Stift handschriftliche Notizen auf dem Tablet schreiben zu können. So kommt es sogar vor, dass sich die Mitarbeiter Zeichnungen zwischen Baustelle und Betriebssitz hin- und herschicken, damit in der Werkstatt die fehlenden Teile schnellstmöglich gefertigt werden.

Bei der Veränderung der Arbeitsprozesse legen Max und sein Vater Eduard Brammertz, der später noch interessante Restaurationsprojekte und abgeschlossene Arbeiten seines Unternehmens vorstellt, Wert auf die Einbindung aller Beschäftigten. Mit ihnen zusammen werden neue Ideen ausprobiert und entwickelt. So soll es demnächst ein „Brammertz-Wiki“ geben, in dem Wissen und praktische Erfahrungen gesammelt und für alle zugänglich gemacht werden.

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