Die berufliche Ausbildung im Betrieb wird im Nationalen Bildungsbericht als bedeutend hervorgehoben. Dennoch gibt es für die Unternehmen hohen Unterstützungsbedarf.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Elmar Brandt

Pro Ausbildungsbetrieb

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke fordert differenzierte Betrachtung und politische Unterstützung

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Berlin. Kürzlich ist der Nationale Bildungsbericht veröffentlicht worden. Laut Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), dokumentiert er die große Bedeutung der beruflichen Bildung, wenn es darum geht, den Fachkräftebedarf in Deutschland zu sichern. Eine wichtige Rolle habe die duale Ausbildung auch bei der Integration junger Geflüchteter. Handwerksbetriebe brächten sich hier mit besonderem Engagement ein, so Schwannecke.

Attraktive Angebote
Der Bericht unterstreiche den notwendigen weiterführenden Unterstützungsbedarf auch nach dem Übergang in eine duale Ausbildung. Auf der anderen Seite stelle der im Bericht angesprochene wachsende Anteil von Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung beziehungsweise mittlerer Reife alle Akteure der beruflichen Bildung noch mehr vor die Aufgabe, attraktive Angebote für diese Zielgruppe weiterzuentwickeln und in die Fläche zu tragen – etwa das BerufsAbitur und die Höhere Berufsbildung.

„Zum Engagement von Klein- und Kleinstbetrieben in der Ausbildung wünscht sich das Handwerk eine differenziertere wissenschaftliche Betrachtung. Sie können seit mehreren Jahren Ausbildungsplätze nicht besetzen und fallen deshalb aus der Statistik heraus“, sagt Schwannecke.

Allein im Handwerk konnten 2017 15.298 Ausbildungsstellen und damit 9 Prozent mehr als im Vorjahr nicht besetzt werden. Schwannecke meint, dass das vor allem mit der demografischen Situation und der verringerten Anzahl an Schulabgängern sowie mit der gestiegenen Studierneigung zusammenhängt.

Die Ausbildungsbetriebe seien währenddessen unvermindert ausbildungswillig. Sie sollten daher nicht wegen ihrer scheinbar rückläufigen Ausbildungsbeteiligung an den Pranger gestellt, sondern politisch unterstützt werden, zum Beispiel durch ein externes Ausbildungsmanagement.

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