Ein Hufeisen für die Kanzlerin: Walter Heinrichs überreichte Angela Merkel in München einen handwerklichen Glücksbringer.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Elmar Brandt

Von der Tradition in die Zukunft

Bei der Internationalen Handwerksmesse in München präsentierten rund 1.000 Aussteller innovative Produkte und Dienstleistungen

News

München. „Ist das noch Handwerk?“ Auf diese Frage im Leitmotiv der Internationalen Handwerksmesse (IHM) 2019 in München gab es nur eine Antwort: Ja! Rund 110.000 Besucher ließen sich vom Können des Handwerks auf seiner wichtigsten Leistungsschau begeistern. Laut Besucherbefragung wurden auf der Messe Waren und Dienstleistungen im Wert von 36 Millionen gekauft oder geordert. Die Besucher erlebten traditionelle, aber auch neue, digitale Arbeitstechniken und Lösungen. So zeigte die Messe, wie abwechslungsreich, kreativ und zukunftsorientiert das Handwerk ist und wie es sich auf die Herausforderungen der Zukunft einstellt.

Rund 1.000 Aussteller zeigten auf dem Messegelände München ihre Leistungen und Lösungen für Endverbraucher sowie Kunden aus dem kommunalen und gewerblichen Bereich. Ein neuer Erlebnisbereich war die Live-Baustelle. Zimmerer, Maurer, Dachdecker, Schreiner und Gerüstbauer bauten dort in fünf Tagen ein Haus mitten in der Messehalle. Bereits jetzt steht fest: Das Haus-Projekt wird im kommenden Jahr fortgesetzt, dann geht es um die Themen Fassade und Innenausbau. Weit oben in der Gunst des Messepublikums standen auch die Sonderschau EXEMPLA sowie die Flächen „YoungGeneration“ und „AutoBerufeAktuell“, auf denen Jugendliche zahlreiche Handwerksberufe ausprobieren und sich über die vielfältigen Karrierewege im Handwerk informieren konnten.

Einen Blick in die Zukunft des Handwerks gewährten die Aussteller in der Fachbesucherhalle. Hier präsentierte beispielsweise werk5 seinen Cobot. Dieser Roboterarm könnte künftig zu einem „dritten Arm“ des Handwerkers werden und ihn als Werkzeug bei seiner Arbeit unterstützen. „Das Handwerk hat auf der Internationalen Handwerksmesse 2019 eindrucksvoll gezeigt, wie innovativ, modern, digital, überraschend und vielfältig es ist. Und dass es an der Zeit ist, endlich mit den allseits gängigen Klischees über das Handwerk aufzuräumen. Die stimmen einfach nicht mehr“, sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. „Es war zu sehen, dass Internationalität, Digitalisierung, Diversität und Humanität heute genauso zum Handwerk gehören wie Tradition, Werkbank und Blaumann. Die Internationale Handwerksmesse hat die Vielfalt neuer Möglichkeiten, Arbeitstechniken und Visionen vorgestellt und Einblicke in neueste Technologien und frische Produktideen gewährt.“

Dabei unterstützen soll auch die „Trendmap Handwerk“, die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft und auf der Messe vorgestellt wurde. Gemeinsam entwickelt von der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, Veranstalterorganisation der Internationalen Handwerksmesse, und Trendforscher Peter Wippermann wurde sie im Rahmen der offiziellen Eröffnung der IHM erstmals präsentiert. Die kommende Internationale Handwerksmesse findet vom 11. bis 15. März 2020 auf dem Messegelände München statt.