Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v. l.) mit einem auf Wasserstoffbasis betriebenen Modellauto im Bildungszentrum TraCK.
Mit dabei der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen Peter Deckers (r.), TraCK-Leiter Andreas Klaus (2.v.r.) und Michael Reichert (Kreis Düren). © Handwerkskammer Aachen, Foto: Doris Kinkel

Wasserkraft voraus

Bildungszentrum TraCK und Kreis Düren haben Wasserstofftechnik im Blick

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Kreis Düren. Dass der Kreis Düren auf innovative Mobilitätskonzepte setzt, ist bekannt. Vor allem Wasserstoff zum Antrieb von Fahrzeugen gilt das Augenmerk von Landrat Wolfgang Spelthahn, der sich darüber freut, dass sich nun auch das TraCK Düren, ein Bildungszentrum der Handwerkskammer Aachen, der Initiative des Kreises anschließt.

Das Traings-Centrum Kraftfahrzeugtechnik bildet unter anderem Lehrlinge und Meister aus, die Kraftfahrzeugmechatroniker, Karosseriebauer oder Fahrzeuglackierer werden möchten beziehungsweise sind. „Wir wollen die neue Technik frühzeitig in unsere Ausbildung integrieren“, sagte Peter Deckers. Deshalb setze man auf eine Zusammenarbeit und einen Austausch mit dem Kreis Düren, der derzeit sein Netzwerk mit Blick auf die Wasserstoffinitiative ausbaut. „Wir begrüßen es, dass der Kreis Düren diesbezüglich eine Vorreiterrolle einnimmt, und wir brennen drauf“, so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen mit einem Augenzwinkern.

Landrat Wolfgang Spelthahn bezeichnete das Handwerk als stets verlässlichen Arbeitgeber. „Die Handwerkskammer Aachen ist ein enorm wichtiger Partner für uns. Und das TraCK ist für Stadt und Kreis eine enorme Bereicherung“, freut sich der Landrat auf eine „wertvolle Partnerschaft“.

Der Landrat sagte, der Kreis wolle nicht nur ein Tankstellennetz aufbauen, sondern auch in bis zu zehn mit Wasserstoff betriebene Busse investieren. Zudem setzt der Kreis auf Wasserstoffzüge, die auf den geplanten Strecken Düren - Euskirchen (Bördebahn), Linnich - Baal (Lückenschluss) und zwischen Aachen und Jülich („Brain-Train“) eingesetzt werden könnten.

Das Jülicher Unternehmen NPROXX produziere als eines von vier Unternehmen weltweit Wasserstofftanks, die künftig auch im Kreis Düren zum Einsatz kommen können. Das Unternehmen, mit dem der Kreis zusammenarbeitet, plant, neben Pkw und Bussen auch Züge mit seinen Tanks auszustatten.

„Wir wollen uns frühzeitig mit den neuen Techniken beschäftigen und nicht warten, bis die Wasserstofffahrzeuge alle auf dem Markt sind“, sagte Fachbereichsleiter Andreas Klaus. „Wir sind Anlaufstelle für alle Betriebe – auch, wenn es um neue Technologien geht“, so der Leiter des TraCK.

Dass sich das TraCK längst mit Wasserstofftechnik beschäftigt, zeigte sich beim Besuch von Landrat Wolfgang Spelthahn, als ein kleines Modellauto sich mit genau diesem Antrieb auf dem Tisch im Besprechungszimmer in Bewegung setzte. Die Umwelt schonend. Bei Wasserstofffahrzeugen kommt letztlich nur Wasser aus dem Auspuff.

Info: Weitere Informationen zum Bildungszentrum TraCK Düren finden Sie im Netz unter www.track-dueren.de.