Die Steigerung der Bekanntheit, die Imageverbesserung und ein besserer Zugang zu Zielgruppen und potenziellen Kunden gelten als oberste Ziele.
(v.l.n.r.) Sabine Wessing (l.) und Frank Elbnick (r.), Berater bei der Kammer, hatten mit Jörg Böckmann, Jannis Pieper (beide Deutsche Post) und Sue Appleton (do_loop Beratung + Design fürs Web) Handwerkskammer Aachen, © Foto: Laura Rzeha

Zeit und Geld sparen

Infos über E-Post und Social Media in der Kammer

News Marketing

Aachen. E-Post und Social Media für Handwerksbetriebe: Der kostenfreie Infoabend, zu dem die Handwerkskammer Aachen eingeladen hatte, kam sehr gut an bei den Besuchern. Nachdem Marketing-Beraterin Sabine Wessing und der Beauftragte für Innovation und Technologie Frank Elbnick die Teilnehmer begrüßt hatten, stellten Jörg Böckmann und Jannis Pieper von der Deutschen Post Dienstleistungen vor, die für Handwerksbetriebe interessant sein können.

Mit der „E-POSTNOW“ könne Zeit und Geld gespart werden. Rechnungen und Briefe können mit der Software digital und mit Preisvorteil direkt aus dem vorhandenen Office-Programm, zum Beispiel Word, versendet werden. Ausdrucken, Kuvertieren, Frankieren gehören der Vergangenheit an beziehungsweise werden von der Post übernommen.  Während bei dieser Software die Daten in einer laut Pieper sicheren Cloud abgelegt werden, handelt es sich bei der „E-POSTBUSINESS BOX“ um eine Hardware-Lösung.

So gradlinig wie bei den Lösungen der Post läuft es in den Sozialen Netzwerken natürlich nicht. Wie ein Handwerksunternehmer dann aber doch „die Kurve bekommen kann“ beziehungsweise den Durchblick auf Facebook, Instagram, Whatsapp, Youtube und Co., konnte Sue Appleton anschaulich erläutern. Seit über 20 Jahren führt sie die Agentur „do_loop Beratung + Design fürs Web“ in Köln und ist außerdem tätig als Gründerberaterin und Coach. Sie ist akkreditiert als Beraterin für das Programm „go digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Ein Großteil der deutschen Unternehmen setzt laut Deutschem Institut für Marketing auf Social Media und laut Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft geben sechs von zehn befragten Unternehmen an, dass sich ihre bisherigen Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken gelohnt haben. Aber was bringt es dem Handwerker, auf Facebook, Twitter und Co. aktiv zu sein? Die Steigerung der Bekanntheit, die Imageverbesserung und ein besserer Zugang zu Zielgruppen und potenziellen Kunden gelten als oberste Ziele. Allerdings eignen sich natürlich nicht alle Netzwerke gleich gut.

„Social Media ist nach wie vor relativ neu und entwickelt sich ständig weiter und so ist es vielleicht keine große Überraschung, dass nicht immer alles gradlinig läuft“, sagte Sue Appleton. In den letzten Monaten seien Facebook, Datenschutz-Verordnungen, Websicherheit und sämtliche Web-Skandale unsere ständigen Begleiter in der Presse gewesen. Für Appleton kein Wunder, dass eine große Verunsicherung stattgefunden habe. Die Expertin brachte ihr Publikum auf den neuesten Stand und bot Orientierung an.

So brachte sie einfach verständlich herüber, dass Aufmerksamkeit die Social-Media-Währung sei, ohne die nichts laufe. Nur spannende Inhalte würden wahrgenommen – kombiniert mit persönlichen, emotionalen, glaubwürdigen Botschaften. Im Grunde genommen bedienten die Plattformen Sucht, Faulheit und Ego, Social Media setze das Glückshormon Dopamin frei.

Wichtig sei auf jeden Fall, eine Strategie zu entwickeln, Ziele zu definieren und Verantwortungen zu klären, bevor es in eines oder mehrere der Netzwerke gehe. Auch ein Rhythmus sollte geplant werden, es müsste zwar nicht ständig, aber doch stetig „gepostet“ werden.