Im Kammerbezirk Aachen gehören die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg zu den geförderten Regionen.
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Zweite Runde für Ausbildungsprogramm

NRW fördert zusätzliche Lehrstellen

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Düsseldorf/Aachen. Die NRW-Landesregierung hat im vergangenen Jahr  das „Ausbildungsprogramm NRW“ ins Leben gerufen.  Ziel des Programms ist die Förderung neuer Ausbildungsplätze in Regionen mit ungünstiger Ausbildungsmarktlage.  Auch in der zweiten Programmphase, die am 1. Juni 2019 begonnen hat, fördert das Land Ausbildungsplätze mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung von 400 Euro pro Monat und Azubi. Bei einer Ausbildung in Teilzeit beträgt der Zuschuss 233 Euro pro Monat.  Die Bezuschussung erfolgt als Pauschale für maximal 24 Monate ab dem 1. September 2019.

Im Kammerbezirk Aachen gehören die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg zu den geförderten Regionen. In diesen Kreisen können nach Maßgabe eines Schlüssels jeweils maximal 24 Ausbildungsplätze gefördert werden. Aber auch in der Städteregion Aachen können Betriebe in begründeten Fällen am Programm teilnehmen. Insgesamt möchte das Land so 1.000 zusätzliche Lehrstellen in NRW schaffen.

Schwierige Vermittlung
Wesentliche Voraussetzung für die Förderung ist, dass Betriebe „zusätzliche“ Ausbildungsplätze anbieten. Die wäre zum Beispiel erfüllt, wenn der Betrieb erstmals ausbildet oder mehr Azubis einstellt als im Durchschnitt der letzten vier Jahre. Dass die Stelle „zusätzlich“ ist, bescheinigen Betriebe mit einer Eigenerklärung. Auch müssen die eingestellten Lehrlinge mindestens zwei Vermittlungshemmnisse haben.

Ausbildungsberufe, die durch tarifliche Sozialkassen mitfinanziert werden wie zum Beispiel die Bauberufe, können nicht am Programm teilnehmen.

Die Akquise der Lehrstellen erfolgt weiterhin über Bildungsträger, die mit den Ausbildungsbetrieben wegen der Fördergelder einen Weiterleitungsvertrag schließen und die Lehrlinge auch während der Ausbildung in Abstimmung mit dem Betrieb pädagogisch unterstützen.

Info: Betriebe, die einen geförderten Jugendlichen ausbilden wollen, wenden sich am besten direkt an folgende Bildungsträger:

  • Kreis Düren: low-tec Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH, Charlotte von Werder, Tel.: +49 2421 4036-426,  c.vonwerder(@)low-tec.de
  • Kreis Euskirchen: Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE), Nadine Esser, Tel.: +49 2251 49-154,  nesser(@)bze-euskirchen.de  
  • Kreis Heinsberg: Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gemeinnützige Gesellschaft mbH, Andrea Brepols-Kreitz, Tel.: +49 2451 49090-19,  andrea.brepols-kreitz(@)faw.de