Konjunkturumfrage 2021 - Herbst - Rureifel
Handwerkskammer Aachen

Konjunkturschwung in der Rureifel

Pressemitteilung vom 21.10.2021

Kammerumfrage: Bremsend wirken Lieferengpässe, fehlende Fachkräfte sowie die Hygieneregeln bei Friseuren und Kosmetikern.

Rureifel. „Positive wirtschaftliche Perspektiven haben einen kräftigen Schwung im Handwerk der Rureifel ausgelöst. Allerdings bremsen Liefer- und Materialengpässe, fehlende Fachkräfte in vielen Gewerken und die Corona-Hygieneregeln bei Friseuren und Kosmetikern diese Dynamik“, beschreibt Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, die Teilergebnisse der Herbstumfrage der Kammer für das Handwerk in der Rureifel, also für die Kreise Düren und Euskirchen. „Die vom Hochwasser betroffenen Betriebe kämpfen sich schrittweise in den Markt zurück. Sie erhalten vielfach Hilfestellung von Betrieben aus dem gleichen Gewerk. Die Solidarität ist vorbildlich“, unterstreicht der Kammerchef.

In Summe beurteilen 96 Prozent der Handwerksbetriebe im Kreis Düren und 95 Prozent im Kreis Euskirchen ihre Geschäftslage der vergangenen sechs Monate positiv (Geschäftslage gut beziehungsweise befriedigend). Diese Werte liegen über dem gesamten Kammerdurchschnitt (92 Prozent). Im Dürener Handwerk melden 57 Prozent eine „gute“ Geschäftslage und bei den Euskirchener Kolleginnen und Kollegen sind es sogar 64 Prozent.
„Das Corona-Tief liegt offensichtlich hinter uns. Die Stimmung ist zuversichtlich, auch wenn bei weitem noch nicht alles in Ordnung ist, gerade auch mit Blick auf die vom Hochwasser betroffenen Unternehmen“, so Deckers.

Aufholprozess bei Gesamtumsätzen

Die Nachfrage nach Handwerksprodukten und -dienstleistungen hat im Vergleich zum Frühjahr und mit zunehmendem Fortschritt bei der Bekämpfung der Pandemie deutlich angezogen. Dies wirkte positiv auf die Gesamtumsätze: Im Dürener Handwerk melden von 87 Prozent immerhin 39 Prozent gestiegene und 48 Prozent stabile Umsätze und bei den Euskirchenern sind es von insgesamt 90 Prozent 38 mit einem Umsatzplus und 52 Prozent mit stabilen Erlösen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Wachstum: Im Kreis Düren überwiegt der Anteil von Betrieben mit Umsatzsteigerungen denjenigen mit -verlusten um 26 Prozentpunkte und im Kreis Euskirchen liegt er bei 28 Prozentpunkten. Dieser „Umsatz-Drive“ wird den Erwartungen der Chefs und Chefinnen zufolge auch in den kommenden sechs Monaten anhalten: 89 Prozent der Entscheider im Dürener Handwerk gehen von Umsatzsteigerungen oder -stabilität aus und im Kreis Euskirchen sind es 87 Prozent.

Bessere Beschäftigungssituation

Die Beschäftigungssituation hat sich im Vergleich zum Frühjahr in beiden Kreisen verbessert: Jeweils 85 Prozent der Betriebe melden, die Zahl ihrer Beschäftigten entweder erhöht oder stabil gehalten zu haben, wobei der größte Anteil davon (69 Prozent im Kreis Düren und 67 Prozent im Kreis Euskirchen) auf das Beibehalten der Teamstärken zurückgeht.

Zahl neuer Lehrverträge steigt

Bis 30. September unterzeichneten 439 junge Menschen bei einem Dürener Handwerksbetrieb und 291 bei einem Euskirchener Unternehmen einen Lehrvertrag. Dies sind 7,07 beziehungsweise 1,04 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Damit liegt der Kreis Düren etwas über dem Kammerdurchschnitt von 6,97 Prozent und der Kreis Euskirchen deutlich darunter. Da Letzterer stärker vom Hochwasser betroffen ist, ist das kleine Plus zum Vorjahr gegebenenfalls dadurch erklärbar. Sicher ist: Generell würden viele Handwerksunternehmen gerne noch mehr Nachwuchskräfte einstellen, um die Zukunft und den Erfolg ihrer Betriebe sicherzustellen.

Info: Hier können Sie die gesamte Konjunkturumfrage abrufen, diese und alle weiteren Umfragen finden Sie unter www.hwk-aachen.de/umfragen.