Kommentar

Handwerkswirtschaft Ausgabe Januar 2022

Lambda, Omega, Pi ...

Manche Buchstaben des griechischen Alphabets sind Handwerkern immer schon geläufig: Die Kreiszahl Pi zum Beispiel ist als Berechnungsfaktor für viele Gewerke von großer Bedeutung. Als Bauteil in Katalysatoren ist die Lambda-Sonde jedem Kfz-Fachmann geläufig. Und wer mit der Marke Opel zu tun hat, dem ist der Buchstabe Omega vertraut.

Auf die nähere Bekanntschaft mit zwei weiteren Buchstaben hätten wir gerne verzichtet: Hat uns vergangenes Jahr die Delta-Variante des Corona-Virus schon gehörig genervt, so ist es jetzt die Omikron-Version, die uns verunsichert und beunruhigt. Mehr Griechisch wollen wir eigentlich nicht lernen, jedenfalls nicht im Zusammenhang mit Corona.

Viel Kraft

Groß ist die Sehnsucht nach einem Ende der Pandemie. Vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr. Auch wenn die Wirtschaft unter den Corona-Belastungen nicht eingeknickt ist: Es kostet viel Kraft und schlägt aufs Gemüt, sich immer wieder auf geänderte Verhaltensregeln einzustellen.

Dabei ist gerade das Handwerk in weiten Teilen erstaunlich gut durch die Pandemie gekommen.

Wenn man diesen Corona-Zeiten etwas Gutes abgewinnen will, dann ist das eine insgesamt gestiegene Wertschätzung für das Handwerk: Den politisch Verantwortlichen und auch Bürgerinnen und Bürgern ist einmal mehr bewusst geworden, dass handwerkliche Produkte und Dienstleistungen „systemrelevant“ sind.

Handwerk ist unverzichtbar

Die Unverzichtbarkeit des Handwerks zeigt sich ganz drastisch auch bei einer anderen Katastrophe, die unsere Region heimgesucht hat. In den von der verheerenden Flut betroffenen Gebieten werden händeringend Handwerker gesucht. Und das nicht nur für dringende Notreparaturen, sondern auch für den sich wohl über Jahre hinziehenden Wiederaufbau.

Handwerkerinnen und Handwerker haben in großartiger Weise den von der Flut betroffenen Menschen Hilfe geleistet, auch wenn sie in vielen Fällen selbst durch das Hochwasser geschädigt waren. Es war auch ein Handwerker, der unter Lebensgefahr den Ablass der Steinbachtalsperre geöffnet und damit einen Dammbruch mit unabsehbaren Folgen verhindert hat. Das verdient unser aller Hochachtung und wir können stolz darauf sein, was Handwerkerinnen und Handwerker in diesen Zeiten leisten.

Das sollte uns auch für das neue Jahr Selbstvertrauen geben und mit Optimismus erfüllen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein glückliches, von Erfolg und Gesundheit erfülltes neues Jahr.

Kommentar von

peter_deckers

Ass. Peter Deckers
Hauptgeschäftsführer

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marco_herwartz

Marco Herwartz
Präsident

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